Heimweh nach Ferne – BLUE Surf Filmnacht München

surf nachtUm gestern Abend den Weg von der S-Bahnstation Rosenheimer Platz zur Blue Surf Film Nacht im Rio Filmpalst zu finden, musste man einfach nur den vielen bunten Beanies folgen, deren Weg abrupt an der ellenlangen Schlange vor dem Kino ins Stocken kam. In der Schlange wurde einem schnell klar, dass man sich nun im Kreise der Münchner Surfgemeinde befand. Den ein oder anderen kannte man und auf die Frage: „Du auch hier?“ wurde dann in guter Surfermanier geantwortet: „Ja, aber nur für 3 Wochen, dann bin ich auf Fuerte“.

Ja, sowas will man hören! Das weckt die Sehnsucht und das Heimweh nach Ferne. Das mit der Sehnsucht wird allerdings nicht besser, wenn man sich die drei Filme: THIS TIME TOMORROW, COMPASSING und NOW NOW, der Filmnacht ansieht.

Der Vorfilm „NOW NOW“ zeigt Jordy Smith, der seit 2008 als Wunderkind der Worldtour bekannt ist, wie er Airs und stylishe Turns perfekt verbindet. Jordys Signature-Film wurde in Mosambik und auf Bali gedreht.

Weiter ging es mit dem Freesurfer Cyres Sutton begleitet von Rob Machado und Kepa Acero. In dem etwas surreal angehauchten Kurzfilm „COMPASSING“, der mich persönlich sehr an das Video von Men at work und „Land down under“ erinnert, beschäftigen sich die drei mit der Frage: Wie viel Freiheit braucht der Mensch um glücklich zu sein.

Mein persönlicher Favorit war „THIS TIME TOMORROW“ in dem die beiden sehr sympathischen Jungs Dave Rastovich und Craig Anderson dem, ich hab mir sagen lassen „legendären“ Teahupoó Code-Red-Sturm  von Tahiti über Mexico, Kalifornien bis nach Alaska nachjagen und das in 8 Tagen. Kelly Slater hatte wohl ähnliches im Kopf und huscht, zumindest auf Tahiti und ein Tag später in Kalifornien, durchs Bild. Hungrig, nicht nur nach Wellen, und müde steht Dave Rastovich morgens um 4 vor der Kamera und weiß gerade nicht in welchem Land er aufgewacht ist. Ich beginne mich zu fragen, wie schon so oft, was einen Menschen so sehr antreibt alles hinter sich zu lassen, über die eigene Furcht hinauszugehen um eine extreme Erfahrung zu machen, die berauscht und ein Dauergrinsen in Dave Rastovich Gesicht hinterlässt. Ich bin fasziniert und grinse mit. Ein paar Wahnsinns Slow Mo Aufnahmen mit der Phantom Flex4K lassen mich weiter staunen.

Als das Licht im Saal angeht, wird einem wieder schlagartig bewusst, dass man ja in München sitzt und es Draußen wahrscheinlich währenddessen angefangen hat zu schneien. Die Menschentraube vor dem Kino löst sich schnell auf und ich beobachte wie die verschiedenen Strickmützen in die Nacht verschwinden. Wahrscheinlich auf der Suche nach einem Secret Spot an der Isar um den Massen des Riversurfens entfliehen zu können. Was bleibt ist:

Heimweh nach Ferne!

Von Stefanie Kissner

Weitere Termine:

18.11. Freiburg, Harmonie Kino
19.11. Bern, Cinema Bubenberg
20.11. Zürich, Riff Raff Kino
21.11. Luzern, Burbarki Kino

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